„Ein bisschen so wie Martin…“

Das Martins-Fest war für die Kinder im Kindergarten ein besonderer Tag. Morgens, als die Kinder zum Kindergarten gebracht wurden, strahlte ihnen das Martinslicht der Laternen entgegen, die draußen vor den Fenstern der Einrichtung aufgestellt waren. Jedes Kind hat gemeinsam mit der Erzieherin eine Laterne gebastelt. Mit Stolz und Freude trugen die Kinder das Martinslicht gruppenweise um den Kindergarten.

Viele Familien machten sich auch abends auf die Socken, um das Laternenlicht in die Dunkelheit zu tragen, oder die gemeinschaftlich gebastelte Laterne in der Kirche zu bestaunen. Am Martinstag wurde in den einzelnen Gruppen bereits früh morgens mit dem Gänsebacken begonnen. Wie in jedem Jahr bekam jedes Kind eine Martinsgans mittags mit nach Hause, in Erinnerung an den Hl. Bischof St. Martin der sich, wie es in der Legende beschrieben wird in einem Gänsestall versteckt hat, weil er so bescheiden war.
Alle Kinder konnten die Martinsgeschichte im Stuhlkreis bildhaft erleben: Wie fühlt es sich an, in die Rolle des St. Martins oder des Bettlers zu schlüpfen? Mit Hilfe unserer neuen Erzählfiguren stellten die Erzieherinnen die Martinsgeschichte mit der Mantelteilung dar. Die Kinder durften erfahren, St. Martin hat nicht lange überlegt: Er hat sofort gesehen, wo seine Hilfe gebraucht wird und hat den Ärmsten und Schwächsten geholfen.
Für uns alle findet in diesem Jahr das „Teilen“ eine ganz besondere Bedeutung: Rücksicht nehmen aufeinander, durch verminderte Kontakte ist gefordert. So versuchen wir in unserem Alltag immer wieder einander gut im Blick zu behalten, ganz im Sinne vom Hl. Martin. Dazu trugen auch die gemeinsamen Aktionen „Meins wird deins“ (Hilfsaktion der Sternsinger), die Beteiligung am „Laternen Fenster“ und der Weihnachtspäckchenkonvoi bei. Herzlichen Dank allen Eltern, die diese Aktionen unterstützt haben!